Meine Freunde verstehen mich. Teilweise zumindest. Immerhin besser als all die Nicht-Freunde. Diese meinen oft, einen beschissenen Radikalen vor sich zu haben. Dabei stimmt das gar nicht. Zumindest teilweise nicht. Freunde unterscheiden sich von Nicht-Freunden auch dadurch, dass sie einem ihre Aufmerksamkeit schenken. Medienkonsumenten zeigen sich ihrem Medium gegenüber weniger involviert. Und Internetsurfer halten Verweildauer für eine Krankheit. Nichtsdestotrotz bin auch nun soweit, meinen Einstand in die digitale Medienwelt zu wagen. Internetpublishing. Demokratisierung der Kunst durch Technologie. Wenn alle, die nichts können, meinen, es doch tun zu müssen.
Schaffe ich es, meine Gedanken so zu bündeln, dass sich ein Leser ihnen zuwendet? Dass sie nachvollziehbar sind und er versteht, dass auch das Leben in Grauzonen und Paralleluniversen einen Gewinn bedeuten kann? Oder dass er realisiert, selbst teilweise in Grauzonen zu leben? Oder erreiche ich zumindest, dass er sagt, Alter, ich finde deinen Standpunkt beschissen, aber lass uns doch bei ein paar Bierchen drüber streiten, ich übernehme die erste Runde?
Liebe Freunde, ihr seid herzlich eingeladen, Kommentare abzugeben. Nicht-Freunde, ihr… auch. Und, wer weiss, vielleicht werde ich dereinst an Autorenlesungen eingeladen. Soll vor den Leuten an einem Stehpult vorlesen. Muss den ganzen Abend lang schrecklichen Westschweizer Weisswein saufen. Und darf danach an Literaturgroupies naschen. Yepa!
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