Zur Euro 08 gabs soviel Polizei wie noch nie im Kreis 4. Horden von leuchtgelben Signalbojen spazierten die Langstrasse hoch und runter sowie durch die Seitengassen, jeweils in Gruppen von mindestens sechs Mann (und Frau) unterwegs. Man fühlte man sich so sicher wie nie zuvor. Aber leider beschränkt sich solche Sicherheitsarbeit auf Ausnahmesituationen wie die Europameisterschaft. Normalerweise sieht man hier nur selten Polizisten zu Fuss unterwegs, und nachts ziehen sie es vor, mit geschlossenen Autofenstern durchs Viertel zu düsen, die dunklen Seitenstrassen auszulassen und ja nicht allzu genau in die Hauseingänge zu schauen. Entweder sie haben Angst vor der Überzahl und der Abgebrühtheit der Koksklientel, oder sie wollen sich schlicht die Hände nicht dreckig machen für die Anwohner, denn die sind ja schliesslich selbst schuld, dass sie hier wohnen, oder haben sowieso auch alle Dreck am Stecken. Jedenfalls stellt man als Bewohner des Chreis Cheib fest, dass die Polizeiarbeit nur wenig mit den wahrnehmbaren Problemen und Hotspots zu tun hat…
Archiv für Juni 2008
Polizei im Kreis 4
Juni 30, 2008Fussball ist Krieg? Fussball ist doof! Nachtrag zur Euro 08
Juni 30, 2008Fussball ist ein Sport für Idioten, und das betrifft sowohl die Sportler wie auch die Zuschauer. 22 Männer rennen auf einem viel zu grossen Feld einem viel zu kleinen Ball hinterher und versuchen verzweifelt, ihn mit den Füssen zu treten. Wozu hat uns der liebe Gott im Himmel denn eigentlich Arme und Hände gegeben? Wohl kaum nur, um damit bescheuerte Meerschweinschenfrisuren zu stylen. So laufen die Fussballer nämlich rum, und spucken müssen sie auch die ganze Zeit, genau wie minderjährige Migrationshintergründler mit zu grossen Hosen und zu kleinem Selbstwertgefühl. Aber noch schlimmer als all die Fussballstars mit ihren magersüchtigen, nichtsnutzigen und wichtigtuenden Ehefotzen sind die Fussballfans. Populärkulturabhängige Grossgruppenfuzzis, die am liebsten zusammen mit Hunderten Gleichgesinnter hässliche Fratzen kollektiver Gefühlsmanipulation zeigen. Ein bisschen Bier trinken, ein bisschen rumschreien, ein bisschen aggressiv sein, ein bisschen Emotionen zeigen. So der FCZ-Südkurve-Student-Lutscher-Style. Bubis. Die einzigen Fussballfans, die ich respektiere, sind die Freunde der dritten Halbzeit: Extremsport rund ums Fussballstadion. Die sind wenigstens nicht nur am rumlärmen, sondern haben auch was in der Hose und in den Fäusten. Am liebsten wär mir ja gewesen, wenn da mal ein paar Dutzend in den Public Viewing–Zonen für ein bisschen Stimmung gesorgt hätten. Ba-BAM!
BMW und schwules Arschficken (CSD Zürich 2008)
Juni 2, 2008Am Wochenende vom 30. Mai / 1. Juni fand in Zürich wieder mal der Christopher Street Day statt. Zum CSD gab es überall bunte Gummibändeli fürs Handgelenk zu kaufen, in den sechs Regenbogenfarben sowie in Schwarz und Weiss (csdzurich.ch/index.php?option=com_content&task=view&id=173&Itemid=104). Wer sich ein bisschen mit schwulem Lebensstil auskennt, weiss, dass Ficken DAS zentrale Element der schwulen Identität ist. Und wer sich noch ein bisschen mehr mit schwulem Lebensstil auskennt, der weiss auch, was der Hanky Code ist, nämlich eine Farbcodierung zum Offenbaren der eigenen sexuellen Vorlieben. Konkret:
Rot = Fisting
Orange = jederzeit alles
Gelb = Pissen
Grün = Rollenspiel
Blau = Arschficken
Violett = Piercing
Weiss = Wichsen
Schwarz = BDSM
Links getragen: aktiv (z.B. Arschficker), rechts getragen: passiv (z.B. Arschgefickter).
Ich frage mich ja, ob die Marketing-Verantwortlichen von Binelli & Ehrsam (Zürcher BMW-Vetretung) als Hauptsponsor wussten, was sie da genau unterstützen. Lustige Vorstellung, wie die Verkäufer und ihre Kunden mit farbigen Bändeli rumlaufen… Jedenfalls habe ich mehrere Hetis getroffen, die nicht die geringste Ahnung hatten, was sie da eigentlich genau tragen und was es bedeutet. Na ja, die Überraschung kommt dann wohl, wenn einem auf der Toilette die Seife runter fällt! Hoppla!
Der Mobility-Carsharing-Horror
Juni 2, 2008Mobility ist der Albtraum eines jedes halbwegs begabten Autofahrers. Die Fahrer solcher Autos fahren grundsätzlich mit 25 km/h durch die 50er-Zone, halten aus Orientierungslosigkeit irgendwo irgendwie mitten auf der Strasse an, verpennen die Grünphase, wissen nicht was ein Blinker ist und zeichnen sich generell durch absolut talent- und übersichtsfreies Fahren aus. Als ich heute mal wieder durch Zürichs Strassen fuhr, musste ich etwas noch Schlimmeres erleben, nämlich die Kombination aus Mobility-Fahrzeug mit einem Lernfahrer hinter dem Steuer. Und als ich die Kiste endlich überholen konnte: Am Steuer sass eine Frau. ALAAARM!
