Archiv für die Kategorie ‘Szenenbild’

Dachkantine, Zürich: FICK DICH!

März 3, 2009

Jaja, das waren noch tolle Zeiten in der Dachki. So läss. Und mega undergroundig. Und weisch, ich han im Fall au dezue ghört und kenne de, und disi, und säbe. Wenn man jemanden so was sagen hört, dann sprich: Figg di.

Ich kann mich noch gut an die Eröffnung der Dachkantine erinnern. Ausstellung, 70er Jahre Groove, und das Konzept einer Kulturplattform. Super Sache. Allerdings vollzog sich eine stetige Wandlung hin zum Kommerz, zur Nznznznz-Wegballer-Bude, welche die Macher durchaus geschickt als Subkultur verpackten. Was das Zürcher ich-will-auch-kreativ-und-underground-szenig-sein-Publikum magisch anzog. Und so wurde die Dachkantine zum Hort der Drogenkinder, welche den Konsum lustiger Pillen und Pulver zu minimalem Geknorze als ultimative Expression ihrer un-glaub-lichen Individualität und Kreativität verstanden. Biedermänner im Kunstigewand. Schmalspur-Spidergalaxy-Kopierer. Sonnenbrillenäffchen, die am Montag wieder im Verkauf tätig waren. Und natürlich die allgegenwärtigen Hedonistenhomos. Kurz: Mitläufer und Herdentiere, die, meist substanzinduziert, über sich selbst heraus wachsen wollten.

Und immer noch sind alle mit dem beschäftigt, was sie am besten können: Selbstbeweihräucherung. Gerade am letzten Sonntag spazierte ich in den Morgenstunden bei der Roten Fabrik vorbei, wo die RIP Dachkantine-Party stattfand. Und da sassen sie draussen, mega Familie style, weisch, mit ihren Kreativität darstellenden Hütchen, eng beieinander, wie es Pillenköpfe so tun, und machten den Eindruck absoluter Stagnation. Und ich dachte mir, Jungs, Mädels: Wer die Szene braucht, um eine Identität zu haben, der sollte vielleicht mal an seinem Selbstwertgefühl arbeiten.

Street Parade 2008, Zürich

August 16, 2008

So, hier noch mein Bericht zur diesjährigen Street Parade. Nachdem ich die letzten beiden Jahre am Samstag zwar nicht flach gelegen bin, aber aufgrund Vollgas am Freitag nicht mehr in der Lage zu verbaler Kommunikation war, ging ich es dieses Mal langsamer an. Dann schaltete ich am Samstag den Fernseher an, sah den Partypeople zu, und hatte schon die Nase voll von all den Affen. Am Abend dann doch noch husch was geschmissen, etwas reingepudert um den Lift-off angenehmer zu gestalten, und dann zum Bürkliplatz gegangen. Ein Bier mit einer Freundin getrunken. Und dann wieder nach Hause. Geraucht. Und das war‘s. Fazit: Die Parade ist doof. Und ich werde alt.

„Die Szene“ – Ein Konstrukt zur Ausgrenzung Andersdenkender und zur Aufwertung seiner Selbst. Am Beispiel des Nachtlebens von Zürich

Juli 25, 2008

Zuerst mal ein bisschen Hintergundinformation: Ich war an der Eröffnung der Dachkantine anwesend, als diese noch einen kulturellen Anspruch hatte, der weit über den exzessiven Konsum psychoaktiver Substanzen zu lauter Bummbumm-Musik hinaus ging. Ich war regelmässig im Spidergalaxy unterwegs, ebenfalls lange bevor dieser Club begann, in den Medien als Hort einer Parallelwelt reflektiert zu werden. Zuvor war ich war aktiver Mitstreiter in verschiedene Szenen, lange bevor diese zum Massenphänomen wurden. Hiphop seit Mitte der 80er Jahre, Goaparties und DnB Mitte der 90er Jahre und Ragga seit 2000, um nur einige Beispiele zu nennen. Kurz, ich durfte nicht nur den einen oder anderen Einblick in so genannte Szenen haben, sondern war Teil davon. Und all diese Szenen hatten einen subkulturellen, von Pop- und Massenkultur abgegrenzten Anspruch.

In der Zwischenzeit können mich die so genannten Szenis alle am Arsch lecken. Einige Gründe:

- Szene wird als Konstrukt zur Ausgrenzung anderer und zur Egowichserei benutzt. Man kann sich in einer desintegrierten Welt nun doch irgendwo zugehörig fühlen, und ist natürlich viel progressiver, unabhängiger, fortschrittlicher, ja weiter als der ganze Rest. Auch wenn man ein stierer, langweiliger, uninteressanter Agglo-/Seefeld-/Kreis 3-Bewohner ist.

- Szenenzugehörigkeit wird als Individualismus missverstanden. Wenn an einer Minimalparty alle gleich angezogen durch die Gegend rennen mit ihren gleichen Dreckssonnenbrillen, sich gleich bewegen, die gleichen Drogen fressen, bei den gleichen Tracks lauthals rumschreien, sich gleich bewegen, dann ist das Gleichschaltung, nicht Individualismus. Eigentlich sollten alle die gleichen schwarzen Overalls tragen, mit einer Aufschrift auf der Brust: „Individualist!“. Sehr glaubwürdig. Nur weil alle anderen Scheisse fressen, muss ich das auch tun?

- Szenis sind bemitleidenswert in ihrem Selbstbetrug. Das selbe Phänomen wie bei Tattoos: Alle erzählen, sie hätten das aus gaaaaanz anderen Gründen als all die anderen gemacht, sie hätten das schon vor allen anderen gehabt, und sowieso. Bullshit! Man rennt einem Trend nach wie der Lemming seiner Gruppe. Kein Stück besser als zum Beispiel irgend ein Tokio Hotel-Fan.

- Es gibt keine Szene ausserhalb der eigenen Wahrnehmung. Es gibt Dutzende, Hunderte, ja Tausende Szenen, selbst innerhalb des Bereichs der elektronischen Musikveranstaltungen in einer Kleinstadt wie Zürich. Es gibt nicht DIE Szene, nur temporär und situativ eingenommene Rollen und Zusammenscharungen.

Die wirklich unabhängigen, individualistischen, kreativen, ja: guten Menschen, die ich bisher kennen lernen durften, benötigten keine Selbstzuschreibung zu irgend einer pseudosubkulturellen Gruppierung. Man kann sie an Kunstaustellungen, an Motorradtreffen, in Bars, im Einkaufszentrum, überall treffen. Sie leben und lassen leben. Sie haben einen eigenen Stil, der nicht uniform ist. Sie wollen nicht sein, sondern sind. Sie richten nicht über andere, da sie damit beschäftigt sind, sich selbst weiter zu entwickeln. Sie kennen das Leben gut genug, um keine allgemein gültigen Regeln aufstellen zu wollen. Solche Menschen sind wahre Nonkonformisten – und nie ziehen sie auffällige Kleider an, verkünden keine Postulate, wollen ihre Meinung nicht als Gebot sehen. So möchte ich leben und sein – frei genug, um mich innerlich und äusserlich nicht assimilieren und selbst betrügen zu müssen. Ach, wenn mein Leben doch nur nicht im Konjunktiv verlaufen würde!

Polizei im Kreis 4

Juni 30, 2008

Zur Euro 08 gabs soviel Polizei wie noch nie im Kreis 4. Horden von leuchtgelben Signalbojen spazierten die Langstrasse hoch und runter sowie durch die Seitengassen, jeweils in Gruppen von mindestens sechs Mann (und Frau) unterwegs. Man fühlte man sich so sicher wie nie zuvor. Aber leider beschränkt sich solche Sicherheitsarbeit auf Ausnahmesituationen wie die Europameisterschaft. Normalerweise sieht man hier nur selten Polizisten zu Fuss unterwegs, und nachts ziehen sie es vor, mit geschlossenen Autofenstern durchs Viertel zu düsen, die dunklen Seitenstrassen auszulassen und ja nicht allzu genau in die Hauseingänge zu schauen. Entweder sie haben Angst vor der Überzahl und der Abgebrühtheit der Koksklientel, oder sie wollen sich schlicht die Hände nicht dreckig machen für die Anwohner, denn die sind ja schliesslich selbst schuld, dass sie hier wohnen, oder haben sowieso auch alle Dreck am Stecken. Jedenfalls stellt man als Bewohner des Chreis Cheib fest, dass die Polizeiarbeit nur wenig mit den wahrnehmbaren Problemen und Hotspots zu tun hat…

Fussball ist Krieg? Fussball ist doof! Nachtrag zur Euro 08

Juni 30, 2008

Fussball ist ein Sport für Idioten, und das betrifft sowohl die Sportler wie auch die Zuschauer. 22 Männer rennen auf einem viel zu grossen Feld einem viel zu kleinen Ball hinterher und versuchen verzweifelt, ihn mit den Füssen zu treten. Wozu hat uns der liebe Gott im Himmel denn eigentlich Arme und Hände gegeben? Wohl kaum nur, um damit bescheuerte Meerschweinschenfrisuren zu stylen. So laufen die Fussballer nämlich rum, und spucken müssen sie auch die ganze Zeit, genau wie minderjährige Migrationshintergründler mit zu grossen Hosen und zu kleinem Selbstwertgefühl. Aber noch schlimmer als all die Fussballstars mit ihren magersüchtigen, nichtsnutzigen und wichtigtuenden Ehefotzen sind die Fussballfans. Populärkulturabhängige Grossgruppenfuzzis, die am liebsten zusammen mit Hunderten Gleichgesinnter hässliche Fratzen kollektiver Gefühlsmanipulation zeigen. Ein bisschen Bier trinken, ein bisschen rumschreien, ein bisschen aggressiv sein, ein bisschen Emotionen zeigen. So der FCZ-Südkurve-Student-Lutscher-Style. Bubis. Die einzigen Fussballfans, die ich respektiere, sind die Freunde der dritten Halbzeit: Extremsport rund ums Fussballstadion. Die sind wenigstens nicht nur am rumlärmen, sondern haben auch was in der Hose und in den Fäusten. Am liebsten wär mir ja gewesen, wenn da mal ein paar Dutzend in den Public Viewing–Zonen für ein bisschen Stimmung gesorgt hätten. Ba-BAM!

Der Mobility-Carsharing-Horror

Juni 2, 2008

Mobility ist der Albtraum eines jedes halbwegs begabten Autofahrers. Die Fahrer solcher Autos fahren grundsätzlich mit 25 km/h durch die 50er-Zone, halten aus Orientierungslosigkeit irgendwo irgendwie mitten auf der Strasse an, verpennen die Grünphase, wissen nicht was ein Blinker ist und zeichnen sich generell durch absolut talent- und übersichtsfreies Fahren aus. Als ich heute mal wieder durch Zürichs Strassen fuhr, musste ich etwas noch Schlimmeres erleben, nämlich die Kombination aus Mobility-Fahrzeug mit einem Lernfahrer hinter dem Steuer. Und als ich die Kiste endlich überholen konnte: Am Steuer sass eine Frau. ALAAARM!

Das Einkaufszentrum – Hort der Hirntoten

Mai 20, 2008

Am Samstag vom vergangenen Wochenende musste ich am Nachmittag in den Letzipark, um einer Freundin im Jumbo Material für ein Kunstprojekt zu besorgen. Schon im Parkhaus war ich dicht dran, so einer MX-5-Hupschwuchtel die Kauleiste aus dem Gesicht zu operieren. Als ich dann im Zenter drin war, wünschte ich mir, nie den Fuss vor die Wohnung gesetzt zu haben. White Trash at its best: billig blondierte Jugoschlampen mit ihren kartoffelgesichtigen, goldbeketteten Kriegsverbecherfreunden, portugiesische Hohlkopfhilfsarbeitersippen und disoziale hässliche Schweizer. Aber wie heisst es so schön? Steigerung ist immer möglich. Denn am darauf folgenden Montag war ich in Dietlikon unterwegs. Und ging dort in den Carrefour. Dieser wurde ja an Coop verkauft, so dass wir nun in der Schweiz ein echt beschissenes Duopol haben, was den Detailhandel betrifft, und ich zukünftig wieder vermehrt nach Deutschland und Frankreich fahren werde, um einzukaufen. Nicht wegen dem Preis, sondern wegen der Auswahl. Item – Carrefour schliesst, auf alles gibt’s Rabatt, Schlussausverkauf. Was mir dort begegnete, war purer Horror. Missgestaltete Wesen in unmöglichen Traineranzügen, die mit ihrem behinderten Nachwuchs durch Wühltische grabbelten, die nackte Gier nach dem ultimativen Schnäppchen in den Augen; Subjekte, denen die Dummheit nicht nur aus dem Gesicht strahlte, sondern auch aus deren Gestik und Motorik; kopftuchtragende Horden von Prügelopfern, die das Geld fürs Leasing des BMW’s vom Mund absparen müssen; und eine Szenerie von zerstörten, leeren Regalen und herumliegendem Müll, so als ob gerade ein lokal begrenzter Bürgerkrieg stattgefunden hat. Ich habe ja eigentlich keine Berührungsängste vor anderen Lebenswelten – aber mit so etwas möchte ich bitte nie, nie mehr zu tun haben.

Anarchie: 0, Kapitalismus: 1 – Nachtrag zum 1. Mai 2008 in Zürich

Mai 8, 2008

Als Bewohner des Kreis 4 erträgt man schon so einiges. Kaputte Szenen, kaputte Menschen, kaputtes Leben. Manche wohnen in ihren schönen neugebauten Lofts und zelebrieren urbanen Lebensstil. Zumindest bis die Kinder ins Schulalter kommen, dann ziehen sie schnell weg, weil in die Ausländerklassen sollen die eigenen Kleinen dann also schon nicht müssen. Andere lassen sich auf den Kreis 4 hinter den schönen Neubauten und den hippen Clubs für Seefeld- und Agglobewohner ein und lernen neben dem schönen Schein auch die Abgründe kennen. Und dann gibt es im Chreis Cheib noch die Kategorie der Touristen. Jeweils am 1. Mai bevölkert ein spezielles Volk unseren Lebensraum. Wo sonst Junge auf der Suche nach Koks und Ficken sind und Ältere auf der Suche nach Ficken und Saufen, sind an diesem Datum sensationslüsterne Hohlbratzen auf der Strasse, auf der Suche nach dem grossen Kick oder zumindest dem Gefühl, sich mal so richtig gegen das System auflehnen zu können. Wer schon öfters mit Menschen in emotionalen Ausnahmezuständen zu tun hatte, wird genau das erkennen. Hyperaktives Rumgehample, hirnlose Gruppendynamik, hochkochende Emotionen. Das Ganze verteilt auf ganz viele kleine, armselige, nichts sinnvolles leistende Menschen, die sich wichtig fühlen und sich aufspielen, als ob sie irgend etwas Gehaltvolles zu sagen hätten. Die Masse ist Sender und Publikum zugleich. Nur fehlt leider die Botschaft. Ich wollte mich dem ganzen Theater fernhalten, aber leider kam das Theater auch dieses Jahr wieder zu mir. Und dessen Schauspieler mit ihren Fratzen und ihrem Selbsthass und der Unsicherheit dem Leben gegenüber. Zwei Tage später dann war ich den ganzen Tag an der Bahnhofstrasse unterwegs. Ich sah ruhige, anständige und geschäftige Menschen. Jeder und jede schien Teil eines Ganzen zu sein, das mehr ist als nur seine Einzelteile. Es war kein Hass und keine blinde Wut zu spüren, die Frühlingssonne schien, und so ging jeder seinen Weg, ohne die Wege der anderen stören zu müssen. Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Ich ziehe es vor, mein eigenes Saatgut auszuwählen und es gezielter und zu einem besseren Zeitpunkt in die Ackerfurche zu streuen.

Schwule gegen entartete Negerkunst!

April 17, 2008

Fire fi di man dem weh go ride man behind,

Shot battybwoy wit me big gun boom!

Sizzla – „Pump up“

Minderheiten scheinen sehr gerne und immer mal wieder irgend was zu fordern. Denn wer am lautesten schreit, wird ja wohl am meisten Recht haben. Schwule sind darin speziell talentiert. Aktuell nutzen Schweizer Schwulenorganisationen das Fahrwasser einer europäischen Bewegung gegen jamaikanische Musiker. Und schaffen es damit, sich und ihre Oberschwestern in die Medien zu bringen. Das nervt. Lustig ist hingegen das ganze Drumherum. Zuerst mal die Fakten: Sizzla tritt am 24.5. in der Roten Fabrik in Zürich auf. Sizzla ist ein Dancehall-MC. Und Dancehall ist wohl die homophobste und sexistischste Musikrichtung überhaupt. Die Rote Fabrik wird als Kollektiv geführt, so richtig mit Einheitslöhnen, und das rot im Namen steht nicht nur für die Farbe des Gebäudes. Aber einen Plan für den Umgang mit real existierenden fremden Kulturen scheint man dort auch nicht zu haben.

Schon seit einiger Zeit versuchen Schwulenorganisation, den Dancehall-Künstlern mittels des Reggae Compassionate Acts das Maul zu stopfen. Also: keine schwulenfeindlichen Äusserungen! Aber, oh weh, nicht all die bösen, primitiven und rückständigen Karibikneger wollen ihre Kultur für ein paar weisse Betroffenheitsfanatiker opfern. Also musste ein neuer Trick her. Und was bietet sich hier besser an als die Medien (Tagi, Tele Züri, etc.) und noch mehr Betroffenheit? Dazu noch ein bisschen drohen, denn, sollte es zu homophoben Äusserungen kommen, so behalten sich Pink Cross (Schweizer Schwule) und LOS (Lesbenorganisation Schweiz) „alle rechtlichen Schritte vor“ (Quelle: gay.ch). Und die Rote Fabrik lässt verlauten, dass „Diskriminierung in Text und Aufführung nicht akzeptiert wird“. Uuuuh, ob der schwarze Mann wohl schon nicht mehr schlafen kann vor lauter Angst?

Schwule und Linke tendieren dazu, die Pluralität an Lebensformen zu propagieren. Jeder soll immer alles machen können. Kein Weg ist falsch. Alle Menschen sind gut. Aber es tauchen Probleme auf, wenn man mit Menschen zu tun hat, deren Weltbild sich auch mit vielen schönen Theorien kaum integrieren lässt. Und man hat keine Antworten auf die Fragen: Wie tolerant muss man Intoleranten gegenüber sein? Wie geht man mit real existierenden Andersdenkenden um, die sich nicht um Gutmenschengerede kümmern? Wie wichtig ist einem die Meinungs-, Äusserungs- und künstlerische Freiheit wirklich? Die Lösung: Verbieten! Drohen! Sanktionieren! Diskreditieren! Bestrafen! Und ganz, ganz viel rumheulen!

Natürlich ist es nicht schön, in Jamaika bekennender Schwuler zu sein. Teilweise ist es sogar lebensgefährlich. Für uns schwer vorstellbar. Nur: Das ist noch in den meisten Teilen der Welt so. Vielleicht sollte man Heterosexualität als Wurzel der Schwulenfeindlichkeit verbieten?

Entweder entscheidet man sich, ein universales Wertesystem zu vertreten, welches dann aber nicht nur Partikularinteressen dienen sollte (wie zum Beispiel dass man gegen Diskriminierung Schwuler ist, sich aber einen Scheiss um die Stellung der Frau in der islamischen Welt kümmert, und sowieso, die Araber sind ja ganz Arme wegen der bösen Nazisraelis). Oder dann hält man einfach mal die Fresse und lässt die anderen ihr Ding durchziehen. Schwestern, chillt mal, raucht ein bisschen Weed, und vielleicht trefft ihr dabei ja mal  sogar einen Schwarzen und könnt ihm zeigen, dass nicht alle Schwulen abartig und krank sind. Wahrscheinlich könntet ihr damit sogar etwas erreichen, im Gegensatz zum aktuellen Betroffenheitsfeldzug, der die Fronten nur noch mehr verhärtet. Ich für meinen Teil habe kein grundsätzliches Problem mit Schwulen, aber wer rumheult, stösst auf taube Ohren – und das nicht nur bei mir. Bombaclat!